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Wattwandern in der Nordsee wieder beliebt wie zuvor

Mit der Nordsee – oder besser dem Urlaub an der Nordsee – verbindet man raue Winde, Sand, Dünen und Wattmeer. Viele Touristen verbringen ihre freien Tage gerne an der Nordsee, einfach nur um einmal eine Wattwanderung zu erleben. Doch dies wurde insbesondere in den letzten Jahren immer unerfreulicher, denn die Umweltverschmutzung setzte ihre Zeichen. Schaumige Ansammlungen fanden sich immer mehr und mehr in den Wattmeeren der Ost- und Nordsee. Algen und giftige Abfälle wurden an Land gespült und machten so eine ausgiebige Wattwanderung in vermeintlich unberührter Natur schon beinahe zu einem Horrorerlebnis. Doch auf der anderen Seite sind genau die Zeichen jede, die den Menschen dazu bewegen etwas für die Natur und insbesondere für die deutschen Küsten zu tun. Längst haben die Menschen erkannt, dass hier etwas unternommen werden muss. Die Politiker verschärften die Umweltgesetze und ermöglichten es so wieder, dass eben dieses Erlebnis Wattwandern nicht zu einem schockierenden Abenteuer für alle Urlauber wird. Während die Küste der Ostsee leider noch immer gezeichnet ist von all den negativen Umweltfaktoren – die einzig und alleine durch den Menschen verursacht wurden – so hat sich die Nordsee weitgehend erholt. Zahlreiche Tierarten haben wieder ein Zuhause gefunden und auch die Fauna hat sich regenerieren können. Das schon selten gewordene Seegras wächst wieder und die Algen gehen zurück. Dass sich die Entwicklung in Friesland wieder stabilisiert hat, zeigen zahlreiche Messungen, die vom Umweltministerium durchgeführt werden. Hier wird eindeutig gezeigt, dass Belastungen, die auf Kupfer, Nickel, Quecksilber und Cadmium hingewiesen haben und in schwindelerregender Höhe sich befanden, mittlerweile bis zur Hälfte zurück gegangen sind.

Auch die Ostsee ist bald wieder sauber

Experten erwarten, nachdem nun die sozialistischen Staaten – wie die DDR es war – zugrunde gegangen ist, auch in der Ostsee bald der gewünschte Erfolg – was den Umwelt- und Naturschutz anbelangt – zu verzeichnen ist. Ständige Bodenproben, aber auch Fischproben werden genommen und untersucht. Hierbei wurde auch erkannt, dass das Flammschutzmittel PBDE – das hauptsächlich zur Herstellung von Fernseh- und Rundfunkgeräten benötigt wird, in der Ostsee um gut fünfzig mal so hoch ist als im Atlantik. Die Nordsee konnte hier ebenfalls bedeutende Rückgänge der besorgniserregenden Werte verzeichnen. Somit können Meeresfrüchte, die aus der Nordsee kommen, eigentlich wieder bedenkenlos verzehrt werden. Die Nordsee ist auf einem guten Weg der Genesung und Besserung ist auf Dauer auch in Sicht. Die Ostsee muss sich zwar noch ein wenig anstrengen, aber sicher wird sich auch dort bald der gewünschte Erfolg einstellen können.