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Wattwanderung in der Nordsee

Mit der Nordsee – oder besser dem Urlaub an der Nordsee – verbindet man automatisch raue Winde, Sand, Dünen und Wattmeer. Viele Touristen verbringen ihre freien Tage gerne an der Nordsee, einfach nur um einmal eine Wattwanderung zu erleben. Doch dies wurde insbesondere in den vergangenen Jahren immer unerfreulicher, denn die Umweltverschmutzung setzte ihre Zeichen. Schaumige Ansammlungen fanden sich immer mehr und mehr in den Wattmeeren der Ost- und Nordsee. Algen und giftige Abfälle wurden an Land gespült und machten so eine ausgedehnte Wattwanderung in vermeintlich unberührter Natur schon beinahe zu einem Horrorerlebnis. Doch auf der anderen Seite sind es genau diese Zeichen, die den Menschen dazu bewegen etwas für die Natur und insbesondere für die deutschen Küsten zu tun. Längst haben die Menschen erkannt, dass hier etwas unternommen werden muss und das Erlebnis Wattwandern nicht zu einem schockierenden Abenteuer für alle Urlauber wird. Während die Küste der Ostsee leider noch immer von den negativen Umweltfaktoren gezeichnet ist, die einzig und alleine durch den Menschen verursacht wurden, hat sich die Nordsee weitgehend erholt und lädt wieder zu Wattwanderungen ein. Viele Tierarten haben wieder ein Zuhause gefunden und auch die Fauna hat sich regenerieren können. Das zuletzt äußerst selten gewordene Seegras wächst wieder und die Algen gehen zurück. Der Wattwanderung in der Nordsee steht also eigentlich nichts mehr im Wege!

Auf ins schöne Nordsee-Watt!

Unzählige Muscheln auf einer Wattwanderung entdeckt. (Foto: pixelio/Daum)
Unzählige Muscheln auf einer Wattwanderung entdeckt. (Foto: pixelio/Daum)
Wer das erste Mal an der Nordsee Urlaub macht und endlich das Watt an den eigenen Füßen erleben möchte, sollte sich auf gar keinen Fall auf eigene Faust ins Watt wagen, da hier akute Lebensgefahr droht. Man sollte sich für die erste Wattwanderung unbedingt einen erfahrenen Führer nehmen, die in nahezu jedem Urlaubsort an der Nordsee geführte Touren anbieten. Das große Risiko während der Wanderungen besteht darin, dass das zurückkehrende Wasser die so genannten Priele füllt und den Rückweg abschneiden kann. Geschulte Führer können genau einschätzen, wann die Flut kommt und kennen die Priele in- und auswendig. So kann man die Wattwanderung genießen und sich zudem noch das eine oder andere Detail erklären lassen. In Ihrem Urlaubsort wenden Sie sich am besten an das Fremdenverkehrsamt. Hier erhalten Sie zumeist eine Liste mit Anbietern von Wanderungen. Ganz besonders schöne Touren gibt es zum Beispiel in Cuxhaven Duhnen, wo Sie bis zur kleinen Insel Neuwerk wandern können. Von Neuwerk aus kann zur Vogelinsel Scharhörn gewandert werden. Die Insel ist bis auf den Vogelwart unbewohnt. Auch die Inseln Amrum und Föhr sind untereinander über das Watt erreichbar, allerdings müssen hier zwei Priele überwunden werden, die bis zur Hüfte mit Wasser gefüllt sind. Eine Führung durch einen geschulten Führer ist also unbedingt angezeigt. Übrigens: Einige geführte Wanderungen werden auch für Hundebesitzer angeboten. Für die Hunde ist der weiche, nasse Sand unter den Pfoten besonders spaßig.

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